Der Verein Tagdyr
Tagdyr, zu Deutsch: Schicksal, ist ein in Almaty (Kasachstan) registrierter Verein. Gegründet wurde er 2008 von Armangul Kapasheva und Sholpan Khasenova, nach dem damals spurlosen Verschwinden ihrer beiden Ehemänner, Zholdas Timraliev und Aibar Khasenov, im Februar 2007. Seit Mai 2011 haben wir leider Gewissheit, dass diese auf grauenvolle Weise ermordet wurden.
Der Hauptbeschuldigte, Rakhat Aliyev, war damals der Schwiegersohn des kasachischen Präsidenten. Er wurde kurz nach dem Verschwinden der beiden Männer als kasachischer Botschafter nach Österreich geschickt. Nachdem Armangul Kapasheva, die Ehefrau von Timraliev, einen offenen Brief an den Präsidenten geschrieben hate, wurde in Kasachstan ein Strafverfahren gegen Rakhat Aliyev und seine Mittäter eingeleitet. Schließlich wurde Aliyev von einem kasachischen Gericht wegen erpresserischer Entführung und anderer Delikte in Abwesenheit zu 20 Jahren Haft verurteilt.
Zwei Auslieferungsersuchen der Republik Kasachstan an Österreich, wo Aliyev bis mindestens 2010 lebte, wurden von Österreich abgelehnt.
Mittlerweile lebt Aliyev in Malta, von wo aus er nunmehr seine weltweiten Geschäfte steuert.
Der Verein Tagdyr hat es sich zur Aufgabe gemacht, alles rechtlich Mögliche zu unternehmen, um die Schuldigen für ihre Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen. Unterstützung findet der Verein auch bei weiteren Opfern von Rakhat Aliyev.
Unsere Forderungen:
- Konsequente Weiterermittlungen der Staatanwaltschaft bis zu einer konkreten Anklage
- Sicherstellung der Anwesenheit aller Verdächtigen bei den Verhandlungen
- Ausstellung eines europaweiten Haftbefehls gegen Rakhat Aliyev
- Verhängung der Untersuchungshaft in Österreich für Vadim Koshlyak, Alnur Mussayew, Tulgen Imaschew und Wiktor Sapozhnikow
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Alijew bekam Fremdenpass der BH Horn (Die Presse vom 16.03.2012 S. 13)
Posted on 2012/03/19 | Keine KommentareSeit 2009 hat der unter Doppelmordverdacht stehende Kasache das österreichische Dokument. (WIEN/APA/RED.) Rachat Alijew, der ehemalige Botschafter Kasachstans in Wien und des Doppelmordes Beschuldigter, ist seit knapp drei Jahren mit einem österreichischen Fremdenpass unterwegs. Das Dokument erhielt Alijew 2009 von der Bezirkshauptmannschaft Horn (NÖ). Es lautet allerdings nicht auf seinen ursprünglichen Namen, sondern auf Rachat Shoraz, den Namen seiner Ehefrau. Das berichtet der Berliner EU-Informationsdienst EurActiv.de. Auskünfte, wie es zur Ausstellung des Passes kam, werden allerdings verweigert. Bezirkshauptmann Johannes Kranner beruft sich auf “Gründe der Verschwiegenheit”. Fest steht aber, dass Alijew 2009 von der BH Horn sowohl die Aufenthaltserlaubnis, die... -
Fall Aliyev: Empörung über Fremdenpass
Posted on 2012/03/16 | Keine KommentareOpferanwalt vermutet Amtsmissbrauch Wien (OTS) – Die Enthüllung des Informationsportals EurActiv.de, wonach der des zweifachen Mordes verdächtige frühere kasachische Botschafter in Wien, Rakhat Aliyev, im Jahr 2009 einen österreichischen Fremdenpass erhielt, ist, so Opferanwalt Gabriel Lansky, “unverständlich und empörend”. Die Ausstellung eines Fremdenpasses für Aliyev durch die Bezirkshauptmannschaft Horn sei höchstwahrscheinlich rechtswidrig und amtsmissbräuchlich erfolgt, so Lansky. Denn das Gesetz sieht vor, dass die Ausstellung eines Fremdenpasses “im Interesse Österreichs gelegen” sein muss, außerdem darf der Antragsteller nicht in der Lage sein, sich ein gültiges Reisedokument seines Heimatstaates zu beschaffen. Beide Voraussetzungen können bei Aliyev nicht zutreffen, so Lansky. Laut... -
Alijew bekam Fremdenpass der BH Horn (DiePresse.com vom 15.3.12)
Posted on 2012/03/16 | Keine KommentareSeit 2009 hat der unter Doppelmordverdacht stehende ehemalige Botschafter Kasachstans in Wien ,Rachat Alijew, das österreichische Dokument. Auskünfte, wie es zur Ausstellung des Passes kam, werden verweigert. Wien/APA/RED. Rachat Alijew, der ehemalige Botschafter Kasachstans in Wien und des Doppelmordes Beschuldigter, ist seit knapp drei Jahren mit einem österreichischen Fremdenpass unterwegs. Das Dokument erhielt Alijew 2009 von der Bezirkshauptmannschaft Horn (NÖ). Es lautet allerdings nicht auf seinen ursprünglichen Namen, sondern auf Rachat Shoraz, den Namen seiner Ehefrau. Das berichtet der Berliner EU-Informationsdienst EurActiv.de. Auskünfte, wie es zur Ausstellung des Passes kam, werden allerdings verweigert. Bezirkshauptmann Johannes Kranner beruft sich auf „Gründe... -
EurActiv: Aliyev hat seit Jahren österreichischen Fremdenpass
Posted on 2012/03/15 | 5 KommentareBerlin (APA) – Rakhat Aliyev (Alijew), der ehemalige Botschafter Kasachstans in Wien und des Doppelmordes Beschuldigter, ist seit Jahren mit einem österreichischen Fremdenpass unterwegs. Das Dokument erhielt Aliyev bereits 2009 von der Bezirkshauptmannschaft Horn. Es lautet nicht auf seinen ursprünglichen Namen, sondern auf Rakhat Shoraz, den Namen seiner Ehefrau. Das erfuhr der EU-Informationsdienst EurActiv.de mit Sitz in Berlin aus diplomatischen Kreisen. Ausgestellt wurde das Dokument nach den vorliegenden Informationen vor drei Jahren von der Bezirkshauptmannschaft Horn in Niederösterreich. Auskünfte dazu werden in Horn jedoch verweigert. “Zu Ihrer Anfrage teile ich mit, dass aus Gründen der Verschwiegenheit in der von Ihnen... -
Aliyev im Visier von Eurojust
Posted on 2012/03/07 | 1 KommentarPositive Nachrichten ereilten uns aus Brüssel. Wie letzte Woche bekannt wurde, schaltete sich nun offiziell die EU in die Causa Aliyev ein. Justizkommissarin Viviane Reding teilte in einer schriftlichen Beantwortung einer Anfrage des EU-Parlamentariers Klaus-Heiner Lehne mit, dass Eurojust von der Kommission aufgefordert worden sei, sich der Causa Aliyev anzunehmen und die Behörden der Mitgliedsländer dabei zu unterstützen, „Unterschiede in der Jurisdiktion auszuräumen und ihrer Ermittlungen effektiver zu gestalten“. Somit befassen sich jetzt nicht nur die österreichischen Behörden mit dem Fall Aliyev, sondern gleich auch mehrere Institutionen der EU. Die Causa hat sich zu einer europäischen entwickelt. Sowohl EU-Parlamentarier als... -
Causa Aliyev – EU-Kommissarin Reding schaltet Eurojust ein
Posted on 2012/03/01 | 1 Kommentar“Um Ermittlungen effektiver zu gestalten” – EU-Parlamentarier Lehne: Verdacht des Doppelmordes und der Geldwäsche als “europäische Causa” behandeln Brüssel/Wien (APA) – Die EU-Kommission hat die europäische Justiz-Koordinierungsstelle Eurojust in die Ermittlungen gegen den des doppelten Mordes verdächtigen kasachischen Ex-Botschafter in Österreich, Rakhat Aliyev, eingeschaltet. Justizkommissarin Viviane Reding teilte in einer schriftlichen Beantwortung einer Anfrage des EU-Parlamentariers Klaus-Heiner Lehne mit, dass Eurojust von der Kommission aufgefordert worden sei, sich der Causa Aliyev anzunehmen und die Behörden der Mitgliedsländer dabei zu unterstützen, “Unterschiede in der Jurisdiktion auszuräumen und ihre Ermittlungen effektiver zu gestalten”. Die Kommission sei sich der Besorgnis der Opfer der... -
Causa Alijew: Justiz verhört Ex-Botschafter auf Malta
Posted on 2012/02/28 | 2 Kommentarevon MANFRED SEEH (DiePresse.com) Der Ex-Botschafter Kasachstans in Österreich, Rachat Alijew, wurde im Rahmen einer Geheimaktion auf Malta einvernommen: Er steht unter Mordverdacht. WIEN. Februar 2007: Zwei Topmanager der kasachischen Nurbank, Zholdas Timraliyev und Aybar Khasenov, verschwinden spurlos. Mai 2011: Die mit Folterspuren versehenen Leichen der beiden werden auf einem Betriebsgelände in der kasachischen Stadt Almaty gefunden. Als Drahtzieher der Morde steht der Ex-Botschafter Kasachstans in Österreich, Rachat Alijew, unter Verdacht. Der Diplomat hält sich derzeit auf Malta auf. Kürzlich erhielt er Besuch: Die Wiener Staatsanwältin Bettina Wallner reiste in einer Geheimaktion auf die Mittelmeerinsel. Die dreitägige Reise, von der „Die... -
Aliyevs österreichische Reisedokumente
Posted on 2012/02/24 | 1 KommentarImmer wieder haben wir uns gefragt, wo Rakhat Aliyev stecken könnte. Laut Behörden befindet er sich nicht mehr in Österreich. Mehrere Quellen gaben den Mittelmeerraum als mögliche Zufluchtsstätte Aliyevs an. Genauer gesagt die Insel Malta. Tatsächlich haben wir schon vor einiger Zeit einen Artikel der Times of Malta veröffentlicht, indem sogar die genaue Adresse Aliyevs bekanntgegeben wurde. Laut den Maltesischen Behörden reiste Rakhat Aliyev (formell führt er heute den Namen seiner zweiten Frau Shoraz) mit österreichischer Aufenthaltserlaubnis legal nach Malta ein. Doch die letzte offizielle europäische Aufenthaltserlaubnis erhielt Aliyev im September 2007 in Österreich. Es stellt sich nun die Frage,... -
Fehlentscheidungen
Posted on 2012/02/22 | 1 KommentarWie jetzt bekannt wurde, übte die Generalprokuratur beim Obersten Gerichtshof scharfe Kritik am Beschluss des Landesgerichts für Strafsachen in Wien, Rakhat Aliyev nicht nach Kasachstan auzuliefern. Der Beschluss sei ohne konkrete Begründung, welche gesetzlich notwendig ist, zu Gunsten Aliyevs ergangen. Vier Jahre lang nahmen die Behörden das andauernde Auslieferungsverfahren als Vorwand, im Strafverfahren gegen Aliyev nichts zu unternehmen. Es wurden keine Beweise gesichert, keine Zeugen einvernommen. Stattdessen schrieb der Richter nach diesen vier Jahren Nichtstun, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass es sich um ein politisch motiviertes Verfahren handelt. Ohne nähere Begründung, ohne Tatsachenfeststellungen – also eine Verhöhnung der Witwen... -
Kritik an Nicht-Auslieferung Aliyevs
Posted on 2012/02/20 | 1 KommentarDie Generalprokuratur beim Obersten Gerichtshof übt vernichtende Kritik an der Begründung des Landesgerichts für Strafsachen, den kasachischen Ex-Botschafter Rakhat Aliyev nicht an Kasachstan auszuliefern. Es hätte “konkreter Tatsachenannahmen” bedurft, um die Annahme einer Verfolgung Aliyevs in Kasachstan zu rechtfertigen, hieß es. Der Beschluss vom 16. Juni 2011 sei laut Schreiben der Generalprokuratur an die Kanzlei Lansky, Ganzer und Partner “ohne hinreichende Begründung” erfolgt. Die Generalprokuratur sieht jedoch keinen Anlass, Nichtigkeitsbeschwerde zu erheben, weil eine Aufhebung der Entscheidung des Landesgerichts unter das rechtliche Verschlechterungsverbot in derartigen Auslieferungsverfahren fallen würde. Aus diesem Grund wäre es lediglich von rechtstheoretischem Interesse, die aus dem...









