In den Medien steht, dass es neue Anschuldigungen gegen Aliyev gibt. Diesmal geht es um den ehemaligen kasachischen Regierungschef Akeschan Kaschegeldin, der sich nach einigen Jahren Flucht zu Wort meldet. Das Thema rund um seine Person hat sich mittlerweile beruhigt und er sieht darin wohl eine neue Chance zur Rehabilitation. Rehabilitierung wovon, würden sich sicher einige fragen? Leider kommt auch in dieser Geschichte Rakhat Aliyev vor.
Kaschegeldin, der derzeit in London lebt, meint, dass die damals gegen ihn erhobenen Vorwürfe, die zu einer Verurteilung zu 10 Jahren geführt haben, unwahr seien. Er geht sogar noch weiter und meint, dass diese Vorwürfe – Steuerhinterziehung und Bestechung – von Aliyev erfunden worden seien.
Auch einer der von Aliyev gefolterten Bodyguards, Satzhan Ibrajew, meldet sich zu Wort und deutete an, dass die Folterungen gar nicht, wie bisher gedacht, im Auftrag des kasachischen Präsidenten vollzogen wurden, sondern Aliyev auf eigene Rechnung gehandelt habe. Er wurde gefoltert um gegen seinen Chef auszusagen. Dieser und auch der andere von Aliyev misshandelte Leibwächter möchten eine Wiederaufnahme des jeweiligen Strafverfahrens.
Jetzt gibt es also weitere Gründe um Aliyev aus seinem Luxusleben in die Realität zu holen und ihn vor Gericht zu stellen. Für uns geht es aber nur darum, dass die Entführung und Ermordung unserer Männer in einem ordentlichen Verfahren abgehandelt wird und die Täter bestraft werden. Wir hören, dass die neue Staatsanwältin immerhin sehr engagiert sein dürfte und die Ermittlungen korrekt führt.
Jetzt hoffen wir, das die österreichische Politik nicht wieder auf die Bremse steigt. Denn es werden in Österreich in letzter Zeit fast täglich neue Fälle von Korruption bekannt. Wir glauben auch nicht, dass sich das in Zukunft dramatisch ändern wird, wenn weiterhin Untersuchungen quasi intern durchgeführt werden, wie in der Telekom-Affäre, bei der das Innenministerium im Grunde Ermittlungen gegen sich selbst führt. Es ist wohl offensichtlich, dass Leute wie Aliyev ihr auf kriminellem Weg erworbenes Vermögen in die richtigen Strukturen fließen lassen, die es ermöglichen, selbst als dringend Tatverdächtiger nicht belangt zu werden.
Wahnsinn, es gibt immer neue Fälle, in die der Aliyev verwickelt ist….die Causa ist wirklich sehr umfangreich, vielleicht braucht Österreich deswegen so lange, um sich mit dem Fall vertraut zu machen? Auf jeden Fall hoffe ich für euch, dass sich in der Sache was bewegt. LG